- Nicht-invasiv und schmerzarm
- Effektiv gegen multiresistente Keime
- Beschleunigt die Wundheilung
Funktionsweise der Kaltplasmatherapie
- Erzeugung von kaltem Plasma:
- Kaltes Plasma wird erzeugt, indem ein Gas (häufig Argon, Luft oder Helium) einem starken elektrischen Feld ausgesetzt wird. Dieses Feld ionisiert das Gas, wodurch es in einen Plasmazustand übergeht. Dieser Plasmazustand enthält reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS und RNS), UV-Strahlung, elektrische Felder und andere Komponenten, die medizinische Wirkungen haben.
- Das Plasma ist "kalt", weil die Temperatur in einem Bereich liegt, der für lebendes Gewebe sicher ist, typischerweise unter 40 °C.
- Antimikrobielle Wirkung:
- Das kalte Plasma wirkt durch die reaktiven Spezies stark antimikrobiell, was bedeutet, dass es Bakterien, Viren und Pilze effektiv abtötet. Diese Wirkung ist besonders nützlich bei infizierten Wunden, da sie die Belastung durch pathogene Keime reduziert.
- Stimulation der Wundheilung:
- Die Behandlung mit kaltem Plasma fördert die Durchblutung, die Zellproliferation und die Bildung neuer Blutgefäße. Zudem kann das Plasma entzündungshemmende Effekte haben, die zur Wundheilung beitragen.
- Modulation der Zellaktivität:
- Durch die Wirkung auf Zellmembranen und Signalwege kann Plasma die Aktivität von Zellen in der Wunde modulieren, was die Regeneration von Gewebe unterstützt.
Ablauf einer Kaltplasmatherapie
- Vorbereitung:
- Die betroffene Wunde oder Hautstelle wird vor der Behandlung gereinigt. Es ist wichtig, dass die Haut trocken ist, da Feuchtigkeit die Wirksamkeit des Plasmas beeinträchtigen könnte.
- Anwendung des Plasmas:
- Das kalte Plasma wird entweder direkt durch ein handgehaltenes Gerät oder über eine spezielle Plasmaquelle, die in ein medizinisches Gerät integriert ist, auf die Wunde appliziert. Je nach Gerät kann das Plasma kontaktlos oder mit leichtem Kontakt zur Haut aufgebracht werden.
- Die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten, oft zwischen 2 und 3 Minuten, je nach Größe und Tiefe der Wunde.
- Überwachung während der Behandlung:
- Während der Anwendung können Patienten ein leichtes Kribbeln spüren, was aber nicht schmerzhaft ist.
- Der Therapeut überwacht den Zustand der Haut und die Reaktionen des Patienten auf das Kaltplasma.
- Nach der Behandlung:
- Nach der Behandlung wird die Wunde möglicherweise mit einem sterilen Verband abgedeckt. Es können keine oder nur sehr milde Hautreizungen auftreten.
- Die Behandlung wird je nach Wundheilungsfortschritt mehrmals wiederholt, typischerweise im Abstand von wenigen Tagen.
- Nachsorge:
- Es wird empfohlen, die behandelte Stelle sauber und trocken zu halten. Der Patient sollte eventuelle Veränderungen der Haut oder ungewöhnliche Symptome seinem Arzt melden.
- In vielen Fällen wird die Kaltplasmatherapie als Teil eines umfassenden Wundmanagementplans eingesetzt, der auch andere Behandlungsmethoden wie Wundauflagen, Antibiotika oder chirurgische Eingriffe umfassen kann.

